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Jetzt erst recht! Wiedereingliederung nach schwerem Unfall | 12.05.2016

Wie meistert man trotz schwerer Behinderung den Wiedereinstieg als Bauführer? Wir sprachen mit Thomas Krieg, unserem Mitarbeiter, der seit einem tragischen Bob-Unfall in St. Moritz mit einer Querschnittslähmung zu kämpfen hat. Er schildert uns in einem Interview, wie ihm die Eingliederung ins Arbeitsleben gelungen ist und was ihm dabei am meisten geholfen hat.

  • Das letzte Jahr hat Dein Leben komplett verändert lieber Thomas. Dein spektakulärer Unfall ging durch die Presse. Seit dem sitzt Du im Rollstuhl und kämpfst für eine positive persönliche Zukunft. Wie ist es heute für Dich? Wie kommst Du mit dieser gesundheitlichen Einschränkung klar?

Zum heutigen Zeitpunkt geht es mir soweit gut. Klar, es war schon ein einschneidendes Erlebnis, das viele neue Herausforderungen hervorgerufen hat, die ich nun bewältigen muss. Für mich ist es aber schön zu sehen, dass die Leute mich wie früher wahrnehmen, auch wenn ich jetzt nicht mehr zu Fuss unterwegs bin. Gesundheitlich komme ich auch ganz gut zurecht. Ich habe wieder einen geregelten Alltag und geniesse die super Unterstützung durch mein Umfeld.

  • Seit August letzten Jahres arbeitest Du wieder in Teilzeit bei uns. Was genau sind Deine Aufgaben, wie dürfen wir uns Deinen Arbeitstag vorstellen?

Meine Aufgaben im Betrieb haben sich gegenüber früher etwas verändert. Ich verrichte mehr administrative Arbeiten im Büro und unterstütze meine Arbeitskollegen auf der Baustelle, so gut es geht.

  • Was hat Dich motiviert, weiterhin in Deinem erlernten Beruf als Bauführer mit dem neuen Schwerpunkt der Administration tätig zu sein?

Ich habe Spass an meiner Arbeit und schätze das schöne Arbeitsklima in der Firma. Es macht mir Freude die Kunden zu beraten, mit ihnen und den Lieferanten zu verhandeln, Mitarbeiter zu führen und mit allen gute Lösungen zu suchen und zu finden.

  • Wie gut ist Dir die Wiedereingliederung gelungen und was hat Dir dabei am meisten geholfen?

Dank der Firma Robert Spleiss AG, die mich von Anfang an unterstützt hat, funktionierte die Wiedereingliederung sehr gut. Mein Arbeitsplatz wurde zum Beispiel so eingerichtet, dass ich selbstständig alles erledigen kann. Zudem unterstützen mich die Versicherungen, die mich stets begleitet haben und dies immer noch tun. Natürlich gehört auch ein eiserner Wille dazu, um unter diesen Umständen in der Arbeitswelt wieder Fuss zu fassen.

  • Was wünschst Du Dir für Deinen Arbeitsplatz, welche Ideen und Verbesserungen würden Dir persönlich noch mehr Entlastung und Entwicklung bringen?

Ich bin mit meinem Arbeitsplatz und der Situation sehr zufrieden, das passt alles. Ich wünsche mir jedoch, dass es möglichst viele solcher Firmen gibt, die Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen wieder aktiv in die Berufswelt integrieren.

  • Wir sind alle immer noch auf der einen Seite bestürzt über diese Tragik des Bobunfalls, aber auf der anderen Seite auch stolz, dass Du mit diesem eisernem Willen an Dir arbeitest. Was gibst Du den Menschen mit auf den Weg, die vielleicht in ähnlich schwierige Situationen gekommen sind, was ist Dein Prinzip, das Dir Kraft geschenkt hat?

Ich habe mir von Anfang an gesagt, dass ich aus der jetzigen Situation das Beste rausholen muss. Dank meines starken Willens und meinem „genialen“ Umfeld klappt dies gut. Was ich allen mitgeben oder sagen will ist: „Mit positivem und konstruktivem Denken und dem Weiterkämpfen kann man Vieles erreichen!“

Wir danken Dir für dieses Interview und wünschen Dir weiterhin persönlich und beruflich alles Gute.

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